Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech. (Charles Maurice de Talleyrand)
ff geschrieben Das ist der wohl passendste Spruch nach dem Spiel der zweiten Mannschaft bzw. der Niederlage beim Lokalrivalen SV Bekond. Am Ende hieß es 1:2 aus Sicht des sehr dünn besetzten Kaders um Arno Schu. So musste neben Mergim Ejupi wieder einmal Niko Wassermann die Schuhe binden, und seinen eigentlich geplanten Rücktritt erneut verschieben. Allerdings konnte der kantige Stürmer in seiner kurzen Einsatzzeit nur durch eine lustige Lauftechnik einen Applaus bei den Zuschauern abgewinnen. Die erfolglose Verfolgungsjagd auf Dauerrivale Rudi Berweiler endete zu Guter letzt mit einer Bauchmuskelzerrung. Das hat sich doch gelohnt!
Nun aber zum Spiel. Bekond zu Beginn die klar dominierende Mannschaft, die einen frühen Führungstreffer erzwingen will. Ein wahrer Sturmlauf, angepeitscht von Krumpern-König Rainer Kuhnen, rollt auf die Manen vor Torhüter Carsten Hermes an. Doch die Abwehr von Libero Tim Ternes, heute mit einem sehr guten Spiel, hält stand. Nun gewinnen unsere Jungs immer mehr Spielanteile und kommen auch zu einzelnen, aber kleinen Chancen. Das Spiel findet allerdings größtenteils im Mittelfeld statt. Und dann kommt in der 35.min auf einmal dieser lange, blonde Kerl und macht dem ganzen Spuk ein Ende. A1-Profi Sebastian Löwen zirkelt clever das Leder aus 18m flach ins rechte Eck. Wie aus dem Nichts das 1:0 für den SVLK, was für eine Überraschung! Jubel und Freude hallt aus dem Fanblock der SVLK-Fans über den schönen Kunstrasenplatz. Jetzt spürt es jeder: Heute ist hier alles drin!
Bekond und vor allem Brösel Kuhnen wütend über diesen Rückstand. Sie legen eine Schippe drauf und werden kurz danach belohnt, als nach einem Freistoß von halbrechts die Hintermannschaft einem Hühnerhaufen gleicht und sich niemand dem Torschützen Christoph Kuhnen zugeordnet fühlt. Freistehend kann dieser in aller Seelenruhe einnetzen. Klarer Abwehrfehler und eigentlich total unnötig. Doch im Gegenzug die erste, große Chance für den Mann mit dem „leeren Blick“ (siehe Bild). Nach einem stark geschossenen Freistoß von Ternes kommt der Christian Gak Jostock mit der Fußspitze an den Ball. Alle jubeln bereits, doch die Kugel klatscht an den Innenpfosten. Beim Nachsetzen ist der selbsternannte Topstürmer allerdings einen Schritt zu spät. So notieren wir den 1:1 Halbzeitstand mit einem weinenden und lachenden Auge.
Weiter geht’s mit Hälfte zwei und unveränderten Mannschaften. Es entsteht bereits nach wenigen Minuten ein offener Schlagabtausch. So kommen beide Mannschaften zu einigen, guten Chancen. In der 60.minute dann das erste Highlight. Eine schöne Kombination über Rainer Wolf und Co landet bei Christian Jostock, der freistehend im ersten Versuch scheitert. Der Torwart des SV Bekond kann den Ball aber nicht festhalten und verliert ihn wieder direkt vor die Füße des Leiwener Stürmerstars, der den Ball über die Linie drückt. Was für ein Jubel, doch nur ein kurzweiliger, denn der Schiri zeigt zur Überraschung aller (inklusive den Bekondern) ein angebliches Handspiel an. Rudelbildung und andere Tätigkeiten (Da der LEO jugendfrei ist, dürfen wir dies nicht zeigen) folgten, doch der Schiedsrichter ließ sich selbstverständlich nicht beeindrucken. Jürgen Schneider muss zudem mit Gelb-Rot vom Platz. Trotz der ganzen Aufregung muss man hier festhalten, dass Jostock die erste Chance nutzzen musste und die Nachfolgen wären allen beteiligten erspart gewesen. Kurz darauf die nächste merkwürdige Entscheidung. Der stark spielende Christian Schu (heute im defensiven Mittelfedl) erkämpft sich den Ball und stürzt nach einem Tackling. Der Schiri pfeift mit wohl schlechtem Gewissen aus der vorherigen Szene auf den Elfmeterpunkt. Es gibt tatsächlich Strafstoß! Stephan MOH Leim läuft an, doch sein schwacher Schuss wird vom Torwart leicht pariert. Das hätte es sein müssen und das Spiel wäre zu diesem Zeitpunkt wohl entschieden gewesen. Wie es dann so kommt, schlägt ein abgefälschter Schuss von Sascha Rosch in der 90.min unter der Latte ein. Der 2:1 Siegtreffer für den SV Bekond. Das Endergebnis war kein Pech, sondern reines Unvermögen die sehr guten Chancen zu nutzen. Oder wie es ein chinesisches Sprichwort auch sagt. Unfähigkeit ist, das Mögliche unmöglich zu machen.
Aufstellung: Hermes, Ternes, Jakobs, Molitor, Jostock, Wolf, Schneider, Schu, Löwen, Moh (80.min Wassermann), Gak
Tore: 0:1 Sebastian Löwen (30.min), 1:1 Christoph Kuhnen (33.min), 2:1 Sascha Rosch (90.min)


Hey Feller, zieh doch mal die krumpern-brille aus
müh müh müh müh müh